Unverzichtbar.

18. Dez 2020 | Kunststoffe

Kunststoffe in der Pandemie

In Zeiten von Corona beweisen Kunststoffe einmal mehr, wie wichtig sie für unser Leben sind. Eine Bewältigung dieser Pandemie wäre ohne den Einsatz von Kunststoffen nicht zu stemmen. Doch werden wir einmal konkret: Von welchen Anwendungen sprechen wir eigentlich, wenn wir die Beiträge des Werkstoffs gegen COVID-19 hervorheben?

Schutzkleidung

Eine persönliche Schutzausrüstung sorgt dafür, dass der Träger vor infektiösen Aerosolen geschützt wird. Außerdem beugt sie vor, dass Infizierte das Virus weiterverbreiten. Das in unserem Alltag derzeit gebräuchlichste Utensil ist die Mund-Nasen-Maske aus Polypropylen, die wir mittlerweile mit einem mehr oder weniger gekonnten Griff aus der Jacken- oder Hosentasche ziehen. Die FFP2- und FFP3-Atemschutzmasken sind derweil besonders für Menschen wichtig, die als medizinisches Personal oder Helfer in direktem Kontakt mit Infizierten stehen. Für diese Personengruppe sind weitere Schutzbekleidungen aus Kunststoff ein täglicher Begleiter: Schürzen, Kittel oder Overalls, Handschuhe und natürlich Schutzbrillen.

Foto: Pixabay KlausHausmann

Kunststoffmaschinen

Dabei darf nicht vergessen werden, dass es auch die richtigen Maschinen braucht, um Masken und Co. herzustellen: Von der Spritzgießmaschine, die eigens für die Maskenherstellung entwickelt wurde bis zum 3D-Drucker, der die Produktion großer Mengen an Masken oder auch Schutzbrillen ermöglicht. Gerade Unternehmen mit Erfahrung aus dem Kunststoffmaschinenbau unterstützen hier tatkräftig.

Foto: © Gligatron/Shutterstock.com / Bildbearbeitung: Röhm GmbH

Schutzwände

Transparente Trennwände aus Acrylglas, wie zum Beispiel das unter dem Markennamen bekannte Plexiglas, finden sich seit Beginn der Pandemie mehr und mehr im öffentlichen Raum. Kombiniert mit einer Gesichtsmaske, helfen sie an Verkaufsstellen, an Rezeptionen, in Apotheken sowie an den verschiedensten Orten, an denen Menschen miteinander in Kontakt kommen, das Risiko von Tröpfcheninfektionen zu minimieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Schnelle Herstellungsprozesse direkt im Land ermöglichen eine kurzfristige Bereitstellung dieser Hilfsmittel.

Medizinischer Bereich

Kunststoffe können preiswert produziert werden, bieten ein hohes Maß an Sterilität, sind beständig gegen Flüssigkeiten, hautfreundlich, leicht formbar, flexibel und dennoch äußerst stabil. Außerdem lösen sie anders als Metalle keine Allergien aus. So ist der Werkstoff im medizinischen Bereich allgegenwärtig. Dies beginnt bereits mit antibakteriellen Bezügen für Transportliegen und setzt sich mit sterilen Verpackungen, Einmalspritzen oder Blutbeuteln fort. Bei Operationen und in der Intensivmedizin sind Kunststoffe in Form von Beatmungsschläuchen, Ventilen für Beatmungsmasken und verschiedensten Kunststoff-Komponenten für Beatmungsgeräte zu finden. Kurz gesagt: Ohne Kunststoff, keine moderne Medizin.


Transport von Impfstoffen

Kunststoffbehälter spielen eine wichtige Rolle für den Transport von Medizinanwendungen, so zum Beispiel als Kanister, die mit Desinfektionsmittel gefüllt sind. Aber auch die Impfstoffe, auf denen jetzt so viel Hoffnung liegt, können ohne die richtigen Transportlösungen nicht dorthin gelangen, wo sie dringend gebraucht werden. Spezielle Isolierboxen aus dem Kunststoff EPS sorgen dafür, dass die Impfstoffe unterwegs tiefgekühlt sind und schützen sie zugleich vor Beschädigungen – dabei sind die Behälter leicht, sicher, kostengünstig und sogar zu 100 Prozent recycelbar

Foto: STOROpack

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