Wegbereiter

26. Jan 2021 | Mobilität

Kunststoffe für die Mobilität von heute und (über)morgen

Kunststoffe sind das Material der unbegrenzten Möglichkeiten. Überall dort, wo sie eingesetzt werden, tragen sie spürbar zu unserer Lebensqualität bei. Und sie sorgen dafür, dass wir ressourceneffizient mobil sein können – auch wenn dies in Zeiten der Pandemie leider eingeschränkt ist. Angefangen beim Reifen aus Kautschuk machen sie mit ihren vielseitigen Eigenschaften und zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten Fahrzeuge von heute effizienter und sicherer, komfortabler und schöner – und die Mobilität von morgen überhaupt erst möglich.

Mit Sicherheit

Kunststoffe in Autos retten schon heute Leben. In Airbags, Windschutzscheiben, und modularen Sitzen sorgen sie dafür, dass Fahrzeuginsassen sicherer unterwegs sind. Frontend-Module und energieabsorbierende Anbauteile helfen jedes Jahr, Fußgänger vor Verletzungen zu schützen. Dabei sind beispielsweise faserverstärke Polyamide nicht nur leichter, sondern absorbieren auch noch deutlich mehr Energie als beispielsweise Stahl.

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Fahrende Hochleistungsrechner

Als Hermann Staudinger vor einhundert Jahren seinen Aufsatz über Polymere schrieb, war die elektrische Anlage eines Autos auf sehr wenige Komponenten beschränkt. Heute gleicht ein Auto vielmehr einem fahrenden Computer. Elektrische Komponenten automatisieren die Systeme vom ABS über Fahrerassistenzsysteme bis hin zum GPS. Kunststoffe wie PBT machen das möglich.

Wohnzimmer auf Rädern

Und der nächste Schritt in Sachen autonomes Fahren ist ohne Kunststoffe gar nicht denkbar. Im fahrenden Wohnzimmer der Zukunft wird die Anzahl der Sensoren nochmal signifikant steigen Radar-, Lidar-, IR- und Ultraschallsensoren unterstützen nicht nur als Fahrspurassistent, sondern auch als Kollisionswarner, Abstandsregler oder bei der Notbremsfunktion. Sie lesen die Straße, damit sich der Fahrer angenehmeren Dingen zuwenden kann. Damit die Vision vom autonomen Fahren mit Sicherheit Realität wird, braucht es Kunststoffe.

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Unter der Haube

Die moderne Fahrzeugkonstruktion sorgt dafür, dass die Bedingungen für Werkstoffe unter der Motorhaube immer anspruchsvoller werden. Automobilhersteller setzen daher auf Hochtemperatur-Polymere, sparen so gleichzeitig Gewicht und Kosten und verlängern die Lebensdauer der Fahrzeuge. Auch wenn kein klassischer Verbrennungsmotor mehr unter der Haube steckt, sind Kunststoffe unerlässlich. Um beim Elektroantrieb Einsparungen bei Gewicht und Bauraum rund um die schweren Batterien zu ermöglichen, braucht es beispielsweise leichte, flammgeschützte Kunststoffe. Aufgetankt wird mit Ladekabeln aus TPU. Und auch in der Brennstoffzelle spielen hochleistungsfähige und temperaturbeständige Kunststoffe eine entscheidende Rolle.

Innere Werte 

Kunststoffe haben bereits einmal das Design von Autoinnenräumen revolutioniert – und sie werden ein weiteres Mal tun. ABS und Polypropylen bilden schon heute die Grundlage für die leichte, langlebige und emissionsreduzierte Konstruktion von Konsolen, Türen und Instrumententafeln. Polyurethane ermöglichen leichte und komfortable Sitze, strapazierfähige Polsterungen und halten störende Geräusche und Vibrationen aus dem Innenraum fern. Mit den vernetzten und autonomen Fahrzeugen steht die nächste Revolution schon vor der Tür. Das autonome Familienauto verwandelt sich ein fahrendes Unterhaltungszentrum mit smarten, multifunktionalen Oberflächen, nahtlosem Design und ansprechender Haptik – ohne Polymere nicht denkbar.

Nachhaltig unterwegs

Polymere sind jünger als das Automobil, welches bereits 1886 erfunden wurde. Doch sie haben dessen Entwicklung maßgeblich geprägt und werden dies in Zukunft noch viel stärker tun. Schon heute sorgen Polymere dafür, dass CO2-Emissionen reduziert, Recyclingziele erfüllt und die Luftqualität verbessert wird. Nur mit Kunststoffen werden wir die Reise hin zu effizienteren Fahrzeugen mit geringeren Emissionen meistern und so in Zukunft nachhaltig von A nach B kommen – und das gilt im Übrigen nicht nur für Autos, sondern ebenso für Züge, Busse, Straßenbahnen und Flugzeuge.

Fotos: BASF SE