Smarte Vernetzung dank Kunststoff

31. Aug 2021 | Vernetzung

Alle brauchen schnelles Internet, doch wie kommen wir dahin? Egal ob beim Streamen von Serien auf dem Smart-TV, der Arbeit am Hochleistungsrechner in der Fabrik oder dem Recherchieren am Tablet in der Schule: Ein schneller Datenaustausch entscheidet sehr oft über Wohl oder Wehe, Erfolg oder Tränen. Allerdings ist die Netzabdeckung in Deutschland noch immer allzu häufig lückenhaft. Um hier Abhilfe zu schaffen, braucht es eine moderne und den jeweiligen Bedürfnissen angepasste Infrastruktur. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele elektrisch leitfähige Kunststoffprodukte entwickelt, die helfen, Funklöcher zu stopfen. Diese Kunststoffe verfügen über integrierte Funktionen, die vom Schutz vor elektrostatischer Entladung über eine Abschirmung gegen elektromagnetische Interferenzen und Funkstörungen bis hin zur Signalübertragung reichen. 

Smart Home
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Bei diesen speziellen Kunststoffen handelt es sich in der Regel um mit elektrisch leitfähigen Partikeln gefüllte Thermoplaste. Diese machen sich die Vorteile der Kunststoffe verbunden mit der elektrischen Leitfähigkeit der Fülleinlagen zu Nutze. So helfen sie mit, dass die Vernetzung der modernen Welt voranschreitet.

Digitaler Verkehr

Auch vor den modernen Autos macht die Vernetzung nicht Halt. Schon ohne autonomes Fahren nimmt die Datenmenge im Straßenverkehr immer weiter zu. Komplexere Entertainmentsysteme, W-LAN, Fernsehempfang – die digitalen Ansprüche des modernen Auto(bei)fahrers steigen mit den Möglichkeiten. Damit einher gehen wachsende Anforderungen an die Antennen, die gleichzeitig in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden sind. Damit die Vernetzung zu anderen Fahrzeugen, Leitstellen und der allgemeinen digitalen Infrastruktur reibungslos funktioniert, müssen Antennen leistungsstark sein, eine große Reichweite haben und gleichzeitig eine schnelle Übertragung der Signale an die Rechnergehirne im Fahrzeug unterstützen. Optimalerweise fügen sie sich noch elegant in das Auto-Chassis ein. Dank ihrer Designfreiheit und Leichtigkeit erfüllen Kunststoffe diese Anforderungen häufig passgenau und finden auch hier ihren Einsatz im Automobil unserer Zeit.

„Unter Dach und Fach“

Mit 5G steht die nächste Herausforderung in Sachen Antennentechnik bevor, schließlich steigen die Anforderungen an die Netze auch in Gebäuden. Der moderne Mensch benötigt immer mehr Dienste, Frequenzen und Bandbreite. Völlig neue und noch leistungsfähigere Antennen bringen diese Ansprüche nun aufs Dach – und immer häufiger wird dabei auf ein Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff gesetzt.

Eine weitere Entwicklung unserer Zeit sind leider auch die zunehmenden Extremwetterbedingungen. Kunststoff hält auch schwersten Wetterkapriolen problemlos stand und ist überhaupt sehr langlebig – so entfällt auch manch kostenintensive Ausbesserung an der digitalen Infrastruktur. Dazu bieten das geringe Gewicht und die einfache Formgebung eine wichtige Funktion, um Systeme einfach in die bestehende öffentliche Infrastruktur zu integrieren. Letztlich punktet der Werkstoff auch bei einem weiteren Aspekt der Vernetzung; der elektromagnetischen Verträglichkeit. So gewährleisten Kunststoffe eine deutlich bessere Durchdringung der Funkwellen als alternative Werkstoffe.

 

Large-Charging mobile phone